Thursday, 5. january 2012 4 05 /01 /Jan. /2012 07:41

 

 

 

 

http://koeln-kultur-kolumne.de/wp-content/uploads/Mein_Liebster_Alptraum.jpg

von Zabaione - veröffentlicht in: Kino - Community: Kino & TV
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Thursday, 20. may 2010 4 20 /05 /Mai /2010 09:38

Vertraute_Fremde_Poster_article.jpg


Ausverkauft …..wie ich es trotzdem geschafft habe und ob es sich gelohnt hat.

 

Hätte Hella nicht  Anders gelesen, wäre ich gestern das erste Mal  im Mittelblond gewesen, schließlich muss ich mein Image pflegen.
Dann las ich zufällig im Magazin, dass die Vorpremiere von “Vertraute Fremde” im Off Broadway im Beisein des Regisseurs http://de.wikipedia.org/wiki/Sam_Garbarski Sam Garbarsky statt finden sollte. Als ich dort anrief, hieß es alles sei ausverkauft.

So ist das wenn die http://www.kunstsalon.de/filmsociety/aktuell/ filmsociety ruft  (öffentlich), dann sind 95 %  der Karten bereits durch zahlende Mitglieder reserviert.

Doch was soll ich euch sagen , ich bin wieder rein gekommen und das obwohl mir vorher drei Absagen erteilt wurden. Und das bleibt jetzt aber unter uns(?) in dem “ausverkauften” Kino gab es noch ca.15-20 freie Plätze auf denen kein Handtuch lag, ehrlich! 

Kennen sie auch die Geschichte von dem Mann der nur ein paar Zigaretten holen will und dann nie wieder auftaucht?
So etwas ist dem Comiczeichner Thomas passiert, sein Vater sollte ein Brot holen und tauchte nie wieder auf.
Als Thomas, der in einer Sinnkrise steckt ,den falschen Zug erwischt, und  in das Dorf seiner Kindheit zurückkehrt, wacht er nachdem er am Grab seiner Mutter ohnmächtig geworden ist , in den 60er Jahren wieder auf und ist plötzlich  wieder 14 Jahre alt.
Und plötzlich steht die Frage im Raum:
Kann man mit dem Wissen der Zukunft der Vergangenheit und somit auch der Zukunft  eine andere Richtung geben?
Unwillkürlich denkt man selbst an Situationen, die man mit dem heutigen Wissen ,gerne anders gelöst hätte.

http://www.trailerseite.de/archiv/trailer-2010/15555-vertraute-fremde-film-trailer.html  der Trailer]

„Im stimmungsvollen Look der 60er Jahre, inszeniert Sam Garbarski die faszinierende Reise eines Mannes, der erkennt, dass man die eigene Vergangenheit verstehen muss, um seine Gegenwart meistern zu können. Der Film ist ein Plädoyer dafür, festgefahrene Gewohnheiten zu durchbrechen, manchmal etwas Unerwartetes zu tun und die, die man liebt, auch wirklich zu sehen“

Dieser Film ist ebenso analytisch , wie poetisch, als Drehbuchvorlage (das ungefähr 100 mal umgeschrieben wurde ) diente das gleichnamigen preisgekrönten Manga des Japaners Jiro Taniguchi .(Das Werk gehört zu den interessantesten Graphic Novels der letzten Jahrzehnte.” – Brigitte Helbling, Berliner Zeiung)
 und der Film ist trotz ihrer surrealen Elemente ein weitgehend konventionell umgesetzter Familienfilm

Bemerkenswert für den Regisseuren war, dass sich  Jiro Taniguchi Welt, nicht im wesentlichen , von der Unserigen  unterscheidet.
Dieser Film lässt so viele Seiten anklingen, zum Beispiel wie es ist wenn man das Leben der Anderen lebt, da findet jeder was zum wieder erkennen, also unbedingt anschauen!



von Zabaione - veröffentlicht in: Kino - Community: Kino & TV
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Thursday, 13. may 2010 4 13 /05 /Mai /2010 20:08

Heute morgen bin ich richtig ins Schwitzen gekommen , beim zweistündigen Rundumschlag durch meine Wohnung. Während ich sonst den Tag langsam angehen lasse musste es diesmal schnell gehen, weil meiner Freundin Beta,  aus dem Allgäu schon Mittags da sein wollte.
 
Zunächst wusste ich gar nicht wo ich anfangen sollte, es gab ungefähr sechs Baustellen. Dann habe ich Küche, Bad und Toilette geputzt , gestaubsaugt und den Papiermüll entsorgt. Das Hähnchen zerteilt und mit frischen Rosmarin und Knoblauch gespickt und sogar einen Pudding gekocht. Das alles für meine Freundin Beta, die ohne Mittagessen nicht den Tag übersteht und sich ein solches selbst gekochtes von mir wünscht. Normalerweise lasse ich es gemütlich angehen und frühstücke um die Zeit, wenn ich keinen frühen Termin habe.

Meine Vorstellung von einem freien Tag sind andere und doch bin ich stolz auf das was ich in zwei Stunden auf die Beine stellen kann.
Sie wird sicher früher kommen, dachte ich. Also nach dem Duschen , alles schnell, schnell, schnell und nur die Wimpern getuscht. Sie wollte diesmal ihren neuen Freund mitbringen, den ich beim letzten Besuch nicht kennen gelernt habe, weil er verreist war.

Jetzt wird er rumgezeigt, genauso ist sie, wenn man sie besucht, dann wird man rumgereicht, das ist meine Freundin ...... , ob man will oder nicht. Ich finde die Zeit zu kostbar als sie mit Menschen zu verbringen , die ich u. U. nicht wieder sehe weil mich u. a. 600 km von ihnen trennen . Für Beta ist diese Verknüpfung ungeheuer wichtig.
Das einzige was mich etwas stutzig machte , dass sie nicht wenigstens drei mal vorher angerufen hat um mir mitzuteilen wann sie kommt und auch ich konnte sie nicht erreichen.

Zwischendurch hatte ich Zweifel, wollte sie heute kommen?  Ich konnte weder ihre Mutter in Bonn erreichen, noch sie auf dem Handy , weil sie zu den Leuten gehört die zwar ein Handy haben, es aber die meiste Zeit nicht benutzen..

Zugegeben manchmal bin ich ein bisschen verpeilt, denn vor lauter Diskussion darüber ob dieser katholische Feiertag (ich bin exmatrikuliert) auch in NRW ein freier Tag ist, habe ich vergessen mir den Besuch aufzuschreiben , es ist viertel nach eins und sie wird wohl an dem anderen katholischen Donnerstag kommen.

Es ist 13.15 Uhr und ich bin mir sicher, sie wäre längst da.

So sitzen Tiramisu und ich alleine um 13.15 Uhr vor diesem üppigen Mal, “sonst kochst du “nie” Pudding” und das schlimmste, das war erst die Generalprobe;-) DSC_0251xx-Kopie-1.jpg

von Zabaione - veröffentlicht in: Tagebuch - Community: *Mein Tag*
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Saturday, 8. may 2010 6 08 /05 /Mai /2010 12:31

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Heute hat Keith Jarrett Geburtstag, er wird 65 Jahre alt.
Als Keith Jarrett 1975 sein legendäres Köln Concert spielte, war ich 15 Jahre alt und wusste gar nicht wer Keith Jarrett ist.
Nun steht, sein "The Köln Concert" seit mehr als 30 Jahre, in der ein odere anderen Fassung (Platte ,Kasette,CD) ,auf meinem Regal. Ich kenne jeden (fast) Ton und es wird nie langweilig.
 
Große Dingen ereignen sich meist, wenn man gar nicht mehr mit ihnen rechnet, denn mit diesem unter widrigen Umständen begonnen Konzert, gelang Keith Jarrett der Durchbruch.,
 
„Der Künstler hatte schlecht geschlafen und noch nichts gegessen und als er im Opernhaus ankam, wollte er die Veranstaltung schon schmeißen, denn statt des Bösendorfer "Imperial" stand nur ein abgespielter und verstimmter Stutzflügel in schlechtem Zustand zur Verfügung.
Der richtige Flügel schlummerte im Keller;-)
 
Die Konzert Veranstalterin Vera Brandes flehte Jarrett an, trotzdem zu spielen:
„If you don't play tonight, I gonna be truly fucked' und weiter 'And you gonna be truly fucked, too.' Darauf Jarrett: 'Okay, I'll play. But never forget, just for you.' So weit die Legende.
Das Genie von Jarrett zeigt sich auch in einem anderen Detail. Der Flügel war vom Klavierstimmer nur in den mittleren und unteren Lagen sauber zu intonieren und musste zudem nach einer halben Stunde nochmals nach gestimmt werden. Jarrett konzentrierte sich wohl deshalb auf die ostinaten und rytmischen Figuren, die in diesen Registern eine leidlich gute Klangwirkung hervorriefen. Der Pianist nahm also die Schwächen des Geräts auf und verwandelte sie sogar durch die (unbewusste) Wahl der Musik in eine Stärke!“
 
Ich liebe das Konzert es eignet sich gut als Hintergrundsmusik, zum abhängen. Es ist Balsam für die Seele, besonders an melancholischen Tagen.
 
Das Besondere, jedes seiner Konzert ist einzigartig. Es gibt immer gängigere Passagen wie seine Interpretationen von Over The Rainbow auf La Scala oder dieses bekannte Stück mit Jan Garbarekmamesibamarukomidori
und anspruchsvollere Passagen deren Wiedererkennungswert, sich nur bei geübten Hören einstellt. My Funny Valentine Song Keith Jarrett Trio
Das schöne an dieser Musik , sie ist zeitlos. Sie ist so reich und virtuos sie wird niemals langweilig.
 
" Bei Kritikern und beim Publikum war das Köln Concert ein großer Erfolg. Die Platte bekam den Preis der Deutschen Phono-Akademie und wurde vom Time Magazine zu einer der „Records of the Year“ gewählt. Die Verkaufszahlen liegen bei ca. 3,5 Millionen verkaufter CDs und Schallplatten. "

von Zabaione - veröffentlicht in: Musik - Community: Freiheit der Gedanken
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Friday, 7. may 2010 5 07 /05 /Mai /2010 12:29

Am Mittwochabend war ich im Filmforum, das anlässlich des 18. Geburtstag der Fimstiftung NRW den preisgekrönten Dokumentarfilm “Cinemania"gezeigt hat.
 
Die Veranstaltungen im Filmforum sind immer etwas Besonderes. Hier kann man Kino mit seinen Machern erleben.
 
Die quirlige Regisseurin Angela Christlieb, die jahrelang in New York gelebt hat und der Produzent Gunter Hanfgarn erzählten wie der Film zustande kam .Was aus den Protagonisten geworden ist, wie der Film in der Filmwelt aufgenommen wurde und das Publikum hatte die Möglichkeit Fragen zu stellen.
 
Wenn man einen Dokumentarfilm macht dann muss man dicht dran sein und
Angela Christlieb und Stephan Kijak haben fünf manischen Kinozuschauer jahrelang mit der Kamera in New York begleitet.

„ Schon früh am Morgen beginnen vier merkwürdig-alterslose Männer und eine Rentnerin ihr manisches Tagewerk: Sie hetzen von Kino zu Multiplex, von Cinemathek zu Filmmuseum, fünf Filme am Tag sind ganz normal. Jeder von ihnen hat andere Vorlieben, doch erst einmal fressen sie alles. Es könnte ja sein, dass man etwas verpasst. Aber verpassen sie nicht dabei ihr Leben? „
 
Mit einem liebevollen Blick haben sie ihre Hauptdarsteller begleitet : Jack Angstreich, Eric Chadbourne, Bill Heidbreder, Roberta Hill, Harvey Schwartz und diesen fünf Hardcorecineasten damit ein Denkmal gesetzt.
 
Den Vorwurf aus dem Publikum, dass der Film seine Protagonisten zur Schau stellt, konnten die Filmemacher entkräften. Natürlich bedeutet Dokumentation das man dicht dran ist, doch all zu krasses haben die Filmemacher raus geschnitten, denn wenn man so lange mit den Menschen unterwegs ist, dann fühlt man sich verantwortlich.
z.B. hat einer der Filmemacher ein paar Kartons aus Robertas Wohnung gerettet und sie unter das Bett seines kleinen Apartments gestellt, weil er etwas von ihr bewahren wollte.
 
Roberta, die jede Kinokarte seit ihrem 14. Lebensjahr gesammelt hat und sonst auch jede Menge Programme, Pappbecher und ähnliches , bis ihre Wohnung , die kaum begehbar war, schließlich geräumt wurde, ist inzwischen verstorben. Sie war ein Unikum der New Yorker Kinowelt und wurde postum geehrt. Zum Beispiel liefen in einem Kino alle ihre Lieblingsfilme.
 

Besonders Jack fand ich faszinierend, „Etwa wenn er davon erzählt, dass sein Sexleben vor allem deswegen so verkümmert sei, weil er sich nicht Sex mit der Person Rita Haysworth ersehne, sondern wenn dann schon gleich mit Orson Welles' Schwarzweißinszenierung von derselben.“.
besser als sex
 
Harvey kennt die Laufzeiten sämtlicher Filme auswendig, denn wenn er seinen Tag plant muss das schon passen und hat die Soundtracks sämtlicher Filme zuhause, nur kann er sie nicht abspielen, weil das Gerät kaputt ist.
 
Billi der sich jeden Morgen ein Überlebenspaket schnürt mit Angorawäsche, wenn es kalt wird und Sandwiches auf denen ein halbes Glas Erdnussbutter liegt, hat Pillen für jede Lebenslage dabei.
 
Von Eric, den ältesten erfährt man wenig, nur was er nicht mag:
"Never liked Antontioni" und "Never been into Resnais"
 
Ein Leben im Kino, als Ersatz für das wirkliche Leben, dort haben die fünf New Yorker also ihre Erfüllung gefunden, die für sie auch einen Ersatz für das reale Leben darstellt.
.
Auch ich kenne diese Parallelwelten in die man abtauchen kann in der Literatur, Kino und im Netz. Sie sind manchmal (ausnahmen bestättigen die Regel) Balsam für die Seele, doch das Leben findet draußen statt.
 
Diese Vorführung war übrigens umsonst. Bei den Premieren, die man im Filmforum für kleines Geld besuchen kann, gibt es häufig auch einen kleinen Umtrunk u.s.w.
Man lernt Filmschaffende kennen , kommt ins Gespräch und manchmal an
Orte 005.664.997-Kopie-1.jpg die man nicht für möglich gehalten hätte.
Es lohnt sich also ;-)
 

FilmForum

von Zabaione - veröffentlicht in: Kino - Community: Alltagswahnsinn
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